Det äne am Bergli – ein Hauch von Schweiz im Yangrital

„Det äne am Bärgli det staht e wyssi Geiss. I ha si welle mälche da haut sie mir eis...“ So (oder so ähnlich) schallte es aus dem Klassenzimmer der dritten Klasse unserer Schule in Yangri. Für zwei Wochen hatten wir Besuch von einer Schweizer Lehrerin, die uns in Yangri tatkräftig unterstützte. Mit im Gepäck hatte sie Plakate, Fotos und Berichte über das Leben in der Schweiz und was es dort so gibt, hergestellt von ihrem dritten Schuljahr in der Schweiz. Für unsere Schüler und Schülerinnen, von denen die meisten das Yangri-Tal noch nie verlassen haben, sind viele der auf den Postern abgebildeten Dinge Neuland: ‚Züri Gschnätzlets‘ und ‚Älplermagronen‘ sind ein doch ziemlicher Kontrast zum eigenen Speiseplan, der häufig aus dreimal täglich ‚Daal Bhat‘ (Linsen und Reis) besteht...

Auch die Sprache produziert völlig unbekannte Laute, und der Versuch ein paar Worte und Sätze in Schwiizer Dütsch zu sprechen scheitert bei vielen an Kratzen im Hals und lautem Gelächter. Hoch motiviert machten sich alle an die Arbeit, um im Gegenzug etwas über ihr eigenes Land zurück in die Schweiz zu schicken. Nepali Tänze wurden eingeübt und aufgenommen; Es wurden Poster gestaltet um zu zeigen was es hier in Nepal so gibt; und natürlich wurden auch simple Sätze und Phrasen aufgenommen, in Englisch und in Nepali.

Für unsere Lehrer war es eindrücklich zu erleben, welche Motivation und Anstrengungsbereitschaft durch diese Real-Situation bei unseren Drittklässlern ausgelöst wurde sich mit der für sie herausfordernden englischen Sprache zu beschäftigen und sie anzuwenden.


Katalin Geisel

Himalayan Life2019