Yangri Hope Project


YANGRI HOPE PROJECT

Situation & Hintergrund


Das Erdbeben im April/Mai 2015 hat in Nepals Bergregionen, fernab vom Interesse der Medien und der Regierung, enorme Schäden angerichtet. In den stark betroffenen Regionen sind die Dörfer praktisch zu 100 Prozent zerstört. Angefangen bei der Infrastruktur wie Strassen, Wege, Hängebrücken, Wasserleitungen und Brunnen bis hin zur Stromversorgung, den Schulgebäuden, Wohnhäusern und Ställen.

Bislang hat sich unsere Erdbebenhilfe auf die Linderung der unmittelbaren Not konzentriert: Versorgen der Menschen mit Nahrung, Medikamenten, Decken, Planen usw. Das haben wir nach dem Beben mit Nahrungsmittel- und Hilfsgütertransporten von über 10‘000 Kilogramm bereits getan und wir werden auch weitere Nothilfe leisten. Gleichzeitig fassen wir den NACHHALTIGEN WIEDERAUFBAU ins Auge.

Um uns ein genaues Bild der Zustände zu machen, sind wir in die Dörfer des stark betroffenen Bezirks SINDUPALCHOWK gereist, der zugleich die Heimat von einigen HIMALAYAN LIFE-Mitarbeitenden ist. Die Bilanz unseres Besuchs war niederschmetternd: Das Ausmass der Zerstörung ist enorm. HIMALAYAN LIFE hat sich entschlossen, eines der Dörfer zu „adoptieren“ und sich beim nachhaltigen Wiederaufbau zu engagieren.

Wichtig ist uns dabei die enge Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung: GEMEINSAM werden wir das Projekt anpacken...
 
 
 
 

Das Dorf Yangri.

Das Dorf Yangri liegt im Bezirk SINDULPALCHOWK (Koordinaten: 27.973833, 85.636679).

Yangri besteht aus einem Hauptdorf, das zentral am Zusammenfluss der Flüsse Indrawati und Yangri liegt. Zum Dorf gehören außerdem sieben kleinere Dörfern mit insgesamt 107 Häusern, in denen 500 Menschen wohnen.
Das Dorf Yangri ist nur zu Fuss erreichbar. Sämtliches Material muss über einen beschwerlichen Weg ins Dorf gebracht werden. Von Kathmandu führt eine Strasse in das Dorf Bhotang. Fahrzeit sieben Stunden. Ab Bothang ist Yangri ausschliesslich über einen Fussweg erreichbar. Auf dem letzten Wegstück ist die 120 Meter lange Hängebrücke, die der einzige Zugang nach Yangri ist, über den Fluss zu passieren.

Das Erdbeben forderte in Yangri 17 Opfer und die Häuser sind zu 100 Prozent zerstört. Die gesamte Infrastruktur wie Wasser- und Stromversorgung sowie die Stromerzeugung, Schule und die Hängebrücke sind entweder total zerstört oder stark beschädigt.
 
 

Das YANGRI HOPE PROJEKT in der Übersicht.

Phase I: NOTVERSORGUNG (läuft seit 14. Mai 2015)
Linderung der unmittelbaren Not durch Lieferung von Nahrung, Zeltplanen, Decken, Medikamenten etc. Von der Helimission/MAF subventionierte Versorgungsflüge mit Helikoptern wurden durchgeführt.

Die Phase I ist weitgehend abgeschlossen. Da aufgrund des Erdbebens die Reisernte in diesem Jahr ausfällt, gehen wir von einer weiteren Reislieferung im Herbst aus.
Phase II: WIEDERAUFBAU DER INFRASTRUKTUR (läuft seit 17. Mai 2015)
Reparieren der Trinkwasserversorgung:

  • Das Trinkwassersystem soll rund 150 Menschen mit Trinkwasser versorgen
  • Die Wasserfassung und das Wasserreservoir müssen repariert werden
  • 500 bis 600 Meter Wasserleitungen müssen in steiler Hanglage neu verlegt werden
  • Vier bis fünf Br unnen und Wasserzapfstellen in den Dörfern müssen neu erstellt werden

Ersetzen oder Reparieren der stark beschädigten Hängebrücke:

  • Die Hängebrücke ist der einzige Zugang ins Dorf Yangri
  • In Kooperation mit Spezialisten soll die Hängebrücke instandgesetzt werden

Wiederaufbau der Schule in erdbebensicherem Design:

  • Die neue Schule soll in sechs Klassenzimmern rund 70 Kindern aller Altersstufen aus dem Umkreis von Yangri aufnehmen
  • Um die Voraussetzungen für die Grundsteinlegung zu schaffen, muss der Erdbebenschutt abtransportiert werden
  • Aufbau der neuen Schule
  • Beschaffung der Einrichtungsgegenstände

Reparatur des Wasserkraftwerks für Yangri und die umliegenden Kleindörfer:

  • Das Wasserkraftwerk soll wiederum rund 1000 Menschen im Umkreis von zehn Kilometern mit Strom versorgen
  • Der 2.5 Kilometer lange Wasserkanal muss neu erstellt werden
  • Das Wasserreservoir muss von Felssturzmaterial freigeräumt und vergrössert werden
  • Die 42 Meter lange Druckleitung muss gerichtet und teilweise ersetzt werden
  • Das Kraftwerk, in dem die stromerzeugenden Aggregate stehen, muss neu und grösser gebaut werden
  • Neue Turbine und neuer Generator zwecks Ausbau der Stromleistung von bisher 28 KWh auf neu 56 KWh müssen beschafft werden
  • 20 Strommasten und etwa 15 Kilometer Stromleitungen müssen erneuert oder repariert werden
Phase III: HAUSBAU-ASSISTENZ parallel zu Phase II (läuft seit dem 25. Mai 2015):


  • Gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten entwickelt HIMALAYAN LIFE ein dorfgerechtes erdbebensicheres Hausdesign und liefert benötigtes Material (Verstrebungen etc.). Die Kosten pro Haus belaufen sich auf etwa CHF 250.-
  • Alle Familien sollen ein Darlehen von rund CHF 1'000 für den Wiederaufbau ihres Hauses erhalten. Im ersten Jahr ist das Darlehen zinsfrei, ab dem zweiten Jahr wird ein geringer Zins verlangt. Zinsen oder allfällige Darlehensrückzahlungen fliessen in den Infrastrukturfond des Dorfes, der zur Finanzierung künftiger Dorfprojekte dienen soll
Phase IV: EINKOMMENSGENERIERENDE PROJEKTE UND SCHAFFEN VON ARBEITS- UND AUSBILDUNGSPLÄTZEN (Beginn Anfang 2016)

Aufbau eines Schreinereibetriebs mit Lehrstellenangebot für Jugendliche

  • In der Umgebung von Yangri wird es durch die Aufbauarbeiten zu einem sehr hohen Bedarf an Zimmerei- und Schreinerarbeiten kommen. Im neuen Schreinereibetrieb sollen insbesondere die Strukturelemente zur Erdbebensicherung der Gebäude hergestellt werden
  • In Nepal werden Möbel meist in Handarbeit von lokalen Betrieben gefertigt. Weil durch das Beben sämtliche Betriebe zerstört wurden, ist der Bedarf in puncto Möbelproduktion sehr gross
  • Der neue Schreinereibetrieb soll ab Inbetriebnahme einen Gewinn abwerfen, welcher der Ausbildung von Jugendlichen zugutekommen wird
Phase 0: BESCHAFFUNG DER NÖTIGEN TRANSPORTMITTEL

  • Transportmittel in Nepal sind für die prekären Strassenverhältnisse nicht genügend strapazierfähig oder oft auch unzuverlässig.
  • HIMALAYAN LIFE hat zwecks Unterstützung der nötigen Transporte von und nach Yangri einen kleinen Allrad-Pickup beschafft.

Die Gesamtkosten des Projektes im Überblick

 
Phase I: NOTVERSORGUNG in CHF
Linderung der unmittelbaren Not (Nahrung, Zelte etc.) ca. 5‘000.-
Phase II: WIEDERAUFBAU DER INFRASTRUKTUR
Reparieren der Trinkwasserversorgung ca. 9‘000.-
Ersetzen oder Reparieren der stark beschädigten Hängebrücke ca. 30‘000.-
Aufräumen/Entsorgen des Erdbebenschutts (Yangri-Schule) ca. 2‘000.-
Wiederaufbau der Schule in erdbebensicherem Design ca. 15‘000.-
Reparatur des Wasserkraftwerks für Yangri ca. 50‘000.-
Instandsetzung der Stromleitungen ca. 5‘000.-
Phase III: HAUSBAU-ASSISTENZ
Erdbebensicheres Hausdesign und dessen Umsetzung ca. 25‘000.-
Hausbaudarlehen zwecks späterem Aufbau des Dorf-Investitionsfonds ca. 100‘000.-
Phase IV: EINKOMMENSGENERIERENDE PROJEKTE UND SCHAFFEN VON ARBEITS- UND AUSBILDUNGSPLÄTZEN
Aufbau eines Schreinereibetriebs mit Lehrstellenangebot für Jugendliche ca. 24‘000.-
BESCHAFFUNG TRANSPORTMITTEL
Fahrzeugkauf ca. 25‘000.-
TOTAL AUFBAUKOSTEN FÜR DAS DORF YANGRI MIT 500 EINWOHNERN
Das sind CHF 580.- pro Einwohner, die für ein neues Dorf und eine lebenswerte Zukunft notwendig sind. ca. 290‘000.-
 

Zukunftsvision.

BOARDING-SCHULE FÜR DIE REGION (ab Ende 2016/Anfang 2017)

  • In der Region soll eine Schule für alle Altersstufen aufgebaut werden. Yangri mit seiner zentralen Lage ist für dieses langfristige Projekt prädestiniert
  • Yangri Academic Center (YAC) mit qualitativ hochstehender Bildung (Unter-, Mittel- und Oberstufe)
  • Da auch Kinder aus entlegenen Regionen kommen, muss eine Art Internatsbetrieb aufgebaut werden, der unter der Woche und teilweise für das ganze Schuljahr aufrechterhalten wird
  • Im Laufe der Zeit muss die Schule selbsttragend sein – durch Schulgelder, Internatseinkünfte und Patenschaften. Gleichzeitig soll ein Überschuss erwirtschaftet werden, der es ermöglicht, Kindern aus bedürftigen Familien Stipendien für den Schulbesuch zu gewähren
  • Initialkosten ca. CHF 135'000.-

Spenden-Möglichkeiten

Durch Ihre direkte Spende auf folgendes Konto:
 
 
unterstützen Sie HIMALAYAN LIFE bei den zahlreichen wichtigen Projekten. Die Grundkosten sind bereits gedeckt, sodass Ihre Spende zu 100 Prozent in die Wiederaufbauhilfe fliesst. Am Ende des Geschäftsjahres erhalten sie eine Spendenquittung, die zu einem steuerlichen Abzug in der Schweiz berechtigt. Lassen Sie uns dazu bei Bedarf ihre Kontaktdaten zu kommen.

‘HIMALAYAN LIFE’: Standing in the gap and caring holistically for the kids in the Himalayas.

Giving them a chance at Life – no more and no less.