Pokhara, 04.05.2015

Liebe Nepal Freunde,


Nun bin ich in Nepal – das einst vergessene Land im Himalaja, das nun Katastrophengebiet ist.


Gewisse Stadtteile von Kathmandu sehen schlimm aus. Offenbar hat das Beben nicht überall gleich gewütet. Gestern morgen auf dem Weg zu unserer PET-Sammelstelle, gerade als ich an einem großen teilweise eingestürzten Haus vorbeikam, brachten die Rettungshelfer den leblosen Körper von einem Kind ins Freie. Beim Anblick des Kindes bricht eine Frau zusammen und weint bitterlich – wahrscheinlich die Mutter, die immer noch auf ein Wunder gehofft hatte.

Obschon sich unsere PET Sammelstelle und Vorfabrikation in einem stark betroffenen Stadtteil befindet, sind die Schäden glimpflich. Meine Anwesenheit hilft unserem Personal, den Schock und die Lähmung abzuschütteln, und mit den Aufräumarbeiten und Reparaturen anzufangen.

Zu meinem eigenen Erstaunen konnte ich dann gestern gegen Abend einen Flug nach Pokhara ergattern. Jetzt geht es vornehmlich darum, die Rettungsflüge der Indischen Armee Helikopter auszunützen, um Hilfsgüter (Blachen, Reis, Linsen, Medikamente etc.) in die am schlimmsten betroffenen Gebiete zu fliegen. Morgen früh geht die nächste Ladung auf die Reise in den Norden von Gorkha…

Vielen Dank für alle Unterstützung und Gebete – es macht uns Mut und gibt uns Schub in der so herausfordernden Situation!

Dani Bürgi